Kfz-Sachverständigenbüro Olaf Oesterle
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Garantie ist keine Gewährleistung und Gewährleistung keine Garantie

Oft werden die Begriffe Garantie und Gewährleistung in einen "Topf" geworfen. Doch das ist falsch.
Grob kann man festhalten, dass Gewährleistung Sache der Händler ist, Garantie Sache der Hersteller. Während Händler zu einer Gewährleistung gesetzlich verpflichtet sind, steht es den Herstellern frei, für ihre Produkte zu garantieren.

 

- Garantie -

Die Garantie ist eine zusätzlich zur gesetzlichen Gewährleistungspflicht gemachte freiwillige und frei gestaltbare Dienstleistung eines Händlers oder Herstellers gegenüber dem Kunden.

 

Eine Garantiezusage darf die gesetzliche Gewährleistung in keinem Fall verringern oder ersetzen.

- Gewährleistung -

Die Gewährleistung / Mängelhaftung beschreibt die Rechtsfolgen und gesetzlichen Ansprüche, die dem Käufer im Rahmen eines Kaufvertrags zustehen, bei dem der Verkäufer eine mangelhafte Ware oder Sache geliefert hat.

 

Das bedeutet, der Verkäufer steht dafür ein, dass die verkaufte Sache frei von Sach- und Rechtsmängeln ist. Daraus ergibt sich, dass der Verkäufer für alle Mängel haftet, die schon zum Zeitpunkt des Verkaufs bestanden haben - auch für solche Mängel, die erst später bemerkbar werden.

 

Die Gewährleistungsrechte verjähren innerhalb von zwei Jahren ab Übergabe der Kaufsache.

 

  • Bei Verbrauchsgüterkäufen zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher kann diese Frist - nur bei gebrauchten Waren - auf ein Jahr verkürzt werden.

 

  • Bei neuen Kaufgegenständen (zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher) ist eine Verkürzung der Verjährungsfrist nicht zulässig.

 

  • Bei Verkäufen unter Privatpersonen können die Gewährleistungsrechte sogar vollständig ausgeschlossen werden.

 

Zu Gunsten des Verbrauchers wird in den ersten 6 Monaten nach Übergabe des Kaufgegenstandes vermutet, dass die Ware schon zum Lieferzeitpunkt mangelhaft war, es sei denn, der Verkäufer kann nachweisen, dass der Mangel zum Zeitpunkt der Lieferung noch nicht bestand.

 

Bemerkt der Kunde später als 6 Monate nach dem Kauf den Mangel, so ändert sich die Beweislast, d.h. nun muss er beweisen, dass der Gegenstand schon bei der Übergabe einen Mangel aufwies.

 

Bei Mangelhaftigkeit der Sache stehen dem Käufer die folgenden gesetzlichen Rechte zu:

 

Anspruch auf Nacherfüllung – vorrangiges Recht

  • Lieferung einer neuen Sache (Nachlieferung)
  • Beseitigung des Mangels (Nachbesserung)

 

Rücktrittsrecht oder Minderung

  • Bei erfolgloser Nachlieferung oder Nachbesserung, kann der Käufer Rücktritt vom Vertrag oder Minderung des Kaufpreises verlangen (Fristsetzung beachten)

 

Anspruch auf Schadensersatz

  • Kann in Einzelfällen – z.B. bei Verschulden des Verkäufers – verlangt werden

 

Welche Art der Nacherfüllung zu erbringen ist, bestimmt grundsätzlich der Käufer und nicht der Verkäufer; eine vertragliche Verlagerung des Wahlrechts ist zwar prinzipiell, nicht aber beim Verbrauchsgüterkauf möglich.

 

 

 

Januar 2016 Büroinhaber und Unfallprofi

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